Top-Angelgewässer Kasachstans

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Wir berichten Ihnen über die wichtigsten Angelgewässer Kasachstans, über Flüsse und Seen.

Es ist nicht übertrieben, zu behaupten, dass jede dritte Familie in Kasachstan eine/n Angler/in hat. Am meisten gehen aber die Männer angeln. Neben dem konventionellen industriellen Fischereigewerbe wird das Freizeit- bzw. Sportfischen in unserem Land aktiv entwickelt. Hier gibt es verschiedene Sportfischervereine, Clubs und kleine Angelverbände. Nationale Mannschaft Kasachstans, gebildet aus international renommierten Sportanglern, wurde zweimal Weltmeister in der Teamwertung. Dies ist natürlich kein Zufall. Unsere Sportfischer haben genug Möglichkeiten, um ihre Fertigkeiten zu vervollkommnen. Wir berichten Ihnen über die wichtigsten Angelgewässer Kasachstans, über Flüsse und Seen, die große Herausforderungen für Zielfischangler weltweit stellen.

Kapitale Fangstellen um den Balchaschsee

Zu allen Zeiten gilt das Ili-Delta im Süden des Balchaschsees als der beste Hotspot beim Angeln. Es überzeugt mit einem enormen Fischartenbestand und ausgezeichneten Rekordexemplaren. Im Ausland wurde dieses Flussdelta schon seit 1990er bekannt. So wurde gute Werbung in ausländischen Medien durch die ersten Urlauber aus Europa gemacht. Das Flussdelta wurde die weltweit beste Angelstelle für das Angeln auf kapitale Welse genannt. Übrigens gibt es riesige Zwei-Meter-Welse im Fluss Syrdarja im Süden Kasachstans. Im Vergleich zur Gegend um den Balchaschsee ist das Angebot im Bereich Dienstleistungen und Freizeitveranstaltungen in dieser Region nicht so breit. Am Ili-Delta befinden sich dutzende schöne und gemütliche Freizeit- und Erholungszentren, die ideal für das Angeln sind. Einen Urlaub machen hier Ausländer als auch die Einheimischen. Alles ist auch auf erlebnisreichen Familienurlaub ausgerichtet. Neben dem eigentlichen Zielfischangeln kann man schöne Zeit im Freien haben, Schilflabyrinthen mit dem Motorboot erkunden oder mit einem Atemgerät in den glasklaren Seen am Flussdelta tauchen. Das bevorzugte Ziel ist weiterhin der Fischfang. Neben Flusswalsen sind hier besonders große Karpfenfische wie Karpfen und Graskarpfen zu angeln. Spannend ist auch das Spinnangeln auf Rapfen.

In letzten Jahren kommen auch Schlangenkopffische im Ili-Delta vor. Grundsätzlich bezeichnen die Einheimischen diese Raubfische nicht grundlos als Invasoren, da sie sich aggressiv von allen Wassertieren ernähren und so andere Beutefische gefährden. Die Gäste aus anderen Regionen und Ländern finden diese Fische aber exotisch. So ist dieser Fischbestand von großem Interesse.

Daneben zählt dieses Flussdelta zu den besten Plätzen für die Speerfischer. Hier finden auch jährliche Wettbewerbe im Speerfischen auf kapitale Exemplare von Wals, Karpfen, Graskarpfen und Zander statt.

Wahres Hechtfieber

Im Balchaschsee und in benachbarten Gewässern gibt es leider keinen Hechtbestand. Das Aussehen des Hechtes über die Behändigkeit und Aggressivität dieses Raubfisches. Für seine kapitalen Hechte ist der Schwarze Irtysch berühmt. Das ist der Hauptzufluss des Saissansees im Gebiet Ostkasachstan. Neben dem Hecht ist der Bestand an großen Flussbarschen und Brachsen für Angler von Interesse.

Der Hecht ist auch in zentralkasachischen Flüssen wie Ischim, Tobol und Nura weit verbreitet. Im Süden ist er am Tschüistal und im Syrdarja zu fangen. Der Schalqar-See ist auch reich an großen Hechten. Er liegt 150 km von der Stadt Oral entfernt. Man erzählt, dass es die bis 40 kg große Hechte geben sollte. Solche kapitale Exemplare kommen in letzten Jahren aber kaum vor. Die Angler veröffentlichen meistens Fotos von selbstgefangenen Hechten mit einem Gewicht von 15 bis 20 Kilogramm.

Riesentiere des Kaspischen Meers

Der größte Fisch, der in Kasachstan vorkommt, ist der Hausen aus der Familie der Störe. Sein Verbreitungsgebiet ist das Kaspische Meer. Einige Exemplare reichen bis zu 300 Kilogramm Gewicht. Der europäische Hausen wird aber in der Roten Liste gelistet und so ist sein Fang verboten. Das Kaspische Meer und sein Zufluss Ural beherbergen allerdings einen riesigen Bestand an anderen interessanten und zum Fang zugelassenen Fischarten wie Karpfen, Mugil, Brachse, Wels oder Rapfen. Geschützt sind die Störe und die auf der Roten Liste stehenden Fischarten wie Kaspische Forelle, Kaspineunauge und Kutum.

Paradoxerweise gibt es so gut wie keine Zentren für die Freizeitfischer in dieser Region. Im Internet finden Sie aber viele Videos mit heimischen Anglern, die das Spinnfischen auf Mugil vom Ufer praktizieren.

Quellwasser mit platschenden Forellen

In nördlichen und zentralen Gebieten des Tian Shan, im sogenannten Dsungarischen Alatau, ist der Diptychus und in einigen Flüssen auch die Bachforelle zu fangen. Die Forelle wurde in Flüssen und Seen im Gebiet Almaty künstlich besetzt. Mit den ersten planmäßigen Anpassungsarbeiten fing man vor über einem Jahrhundert (1929–1935) an. Das Forellenangeln gilt immer als eine edle Erfahrung, wenn es einem auch nicht so leicht fällt. Man sollte oft viele Kilometer auf der Suche nach einem Habitat von Bachforellen wandern.

Bewohner von Flüssen der Taiga

Anspruchsvolle und eigenartige Herausforderung stellt das Angeln auf Äsche in Flüssen der Taiga im westlichen Altai, z. B. in der Tschornaja Uba und Belaja Uba. Das ganze Abenteuer ist schon dieses Angelparadies zu erreichen. Kommen Sie aber hier angeln, sind Sie wirklich mit Ihrer Ausbeute glücklich. In der Regel werden die Erholungsgäste von wenigen hier vorhandenen Zentren mit der Gerätetechnik einige Kilometer flussaufwärts gebracht und die Bergbachfischen-Fans haben so die ausgezeichnete Möglichkeit, während des langen Tages ruhig den Berg hinunterzusteigen und potentielle Hotspots auszusuchen. Weit weg von der Zivilisation und in der unmittelbaren Nähe zu allen heimischen Waldbewohnern beschert ein solches Angelerlebnis Ihnen so viele Emotionen. Der Meinung von Anglern selbst nach ist nicht genau das Kapital, sondern schon der Prozess von Bedeutung.

In diesen Bächen wird auch der Taimen gefunden. Allerdings ist bereits das Sportangeln auf diese Fischart in Kasachstan verboten, wenn auch der Fisch nach dem Fang freigelassen wird.

Eisfischen in Korgalzhyn

Die Einwohner von Astana angeln grundsätzlich vom Ufer des Ischims und besuchen die Seen am Kurort Burabai. Für heimischen Angler ist aber das Angeln in Seen des Naturschutzpark Korgalzhyn im Winter von besonderem Interesse. Sobald die Gewässer zufrieren, werden Hunderte von Anglern gelockt, die sogenannten Wuhnen ins Eis zu bohren. Dabei tragen sie auch zur Überwinterung der Fische und helfen ausdrücklich den Mitarbeitern des Naturparks, das Fischsterben zu vermeiden. So ist es ein schönes Beispiel der ausgewogenen und gegenseitig vorteilhaften Interaktion.

Okunkol am Alakölsee

Der Alakölsee liegt in der östlichen halbwüsten Region der Balchasch-Alaköl-Senke und ist für industrielle Fischerei wegen riesiger Fischbestände von großem Interesse. Für die Freizeitfischer ist dieses Fanggebiet nicht so attraktiv. Vom Ufer ist es so gut wie unmöglich kapitale Exemplare zu fangen und das Bootsangeln im Freiwasser ist nicht empfehlenswert. Der starke Wind, der für die Dsungarische Pforte charakteristisch ist, macht auch den Berufsfischern Angst. So heißt es: Man sollte umkehren, sobald es weht!

Dennoch wird das jährliche Herbst-Angelfestival Okunkol genau hier schon seit acht Jahren am Dorf Aqshi veranstaltet. Vom Ufer fangen die Angelfreunde Flussbarschen, Zander und Karpfen. Wenn auch die gefangenen Exemplare manchmal nicht so beeindruckend sind, bringt der Wettbewerb auch viel Spaß.

Am wichtigsten ist ja beim Angeln natürlich der eigentliche Prozess!

…Ferner sind auch kleine private Gewässer in der Nähe von großen Städten erwähnenswert. Die meisten liegen im Vorort von Almaty und Astana. Dabei wurden von ihren Besitzern kleine und große Wochenendhäuser errichtet. Die Gewässer wurden weitgehend mit Karpfenfischen besetzt. So bieten sich solche Angelstellen perfekt für die Angelbegeisterten an.

Selbstverständlich kann man alle Gewässer unseres Landes wie Flüsse, Seen und Stauseen in einem Artikel nicht nennen. Nach mehr Information können Sie die Angler in jeweiliger Region fragen, die Sie besuchen planen. Die Faszination mit dem Angeln macht Sie zum Angelbruder. Oder Algelschwester! Bei uns in Kasachstan ist es üblich, den Familienangehörigen zu helfen!